der Steyrer Taborfriedhof

Der römisch katholische Friedhof in Zahlen und Fakten

Friedhofverwaltung Steyr

Eigentümer: Stadtpfarre St. Agidius - St. Koloman,4400 Steyr, Brucknerplatz 4 und Stadtpfarre St. Michael, 4400 Steyr, Michaelerplatz 1

Friedhofverwaltung Steyr
4400 Steyr, Taborweg 4
Tel. 07252/73113 Fax. 07252/74298
E-mail: friedhofverwaltung.steyr@dioezese-linz.at

Personal:

4 Mitarbeiter
Friedhofverwalter: Josef Stubauer

Öffnungszeiten der Friedhofskanzlei:

Montag, Mittwoch und Donnerstag
von 7:30 - 12.00 und 13:00 bis 16:00 Uhr

Dienstag und Freitag von 7.30 - 12.00

Öffnungszeiten des Friedhofs:

November bis Februar 7.00 - 17:00 Uhr
März, April u. September 7:00 - 19:00 Uhr
Mai u. August 7.00 - 20:00 Uhr
Oktober 7:00 - 18:00 Uhr

1. November (Allerheiligen): 6:00 - 21:00 Uhr
2. November (Allerseelen): 7 .00 - 21 :00 Uhr

24. Dezember (Hl. Abend): 6:00 - 22.00 Uhr
31. Dezember (Silvester): 7:00 - 22:00 Uhr

Die jährliche Toten-Gedenkfeier mit Friedhofprozession und Gräbersegnung ist am 01. November um 14:00 Uhr.
Sie beginnt im ersten Friedhof bei der Heilig-Grab-Kapelle.

Josef Stubauer, Friedhofsverwalter

Josef Stubauer, Friedhofsverwalter

ln allen Angelegenheiten des Friedhofs, der Grabrechte und Grabgebühren, der Auswahl einer Grabstätte u.ä.,wenden Sie sich bitte an die Friedhofsverwaltung. Der Verwalter ist bemüht, im Rahmen der bestehenden Friedhofsordnung und des Denkmalschutzes zu helfen und die bestmöglichen Lösungen zu finden.

Größe:

4 ha / 40:000 m²
4 Friedhofe 8 Sektionen
4 Eingänge - Osten, Westen Süden u. Norden

Anzahl der Gräber: 8228
1 Friedhof 1638 Gräber davon 83 Arkadengrüfte
2 Friedhof 2431 Gräber davon 27 Arkadengrüfte und 235 Wandgräber (inkl. Evangelischem Friedhof)
3 Friedhof 2656 Gräber davon 228 Soldatengräber und229 Wandgräber
4 Frredhof 1503 Gräber davon 40 F!üchtlingsgräber und 121Wandgräber

lsraelitischer Friedhof 229 Grabstätten (nicht frei zugänglich)

Buchneuerscheinung - Der Steyrer Taborfriedhof

ln diesem Buch wird auf 216 Seiten mit 380 Farbbildern ein Teil der vielen Schönheiten des ältesten Renaissance-Friedhofs Österreichs dargestellt. Steyr besitzt mit ihm ein Kulturgut von europäischer Bedeutung, denn er ist der älteste Camposanto (ital.; Heiliges Feld mit Arkadengrüften) nördlich der Alpen. Gebaut zw.1570 und 1584 in der protestantischen Zeit Steyrs hieß er damals Gottesacker. Abgebildet sind 320 Grabstätten, darunter sämtliche Arkadengrüfte, Ehrengräber der Stadt Steyr, der Katholischen Kirche und diverser Vereine. Dem Evangelischen und Jüdischen Friedhof ist jeweils ein Kapitel gewidmet. Ein Kapitel zeigt alte, historische Bilder. Viele Arbeiten von renommierten Künstlern sind erwähnt und auf einzigartige Schmiedeeisenarbeiten, deren es viele in Steyr gibt, wird verwiesen. Das Buch ist zum Preis in der Friedhofverwaltung um Euro 20,0O in den Buchhandlungen um Euro 24,9O und bei Versand um Euro 26,00 erhältlich.

Josef Stubauer, Verwalter

Friedhofverwaltung Steyr
4400 Steyr, Taborweg 4
Tel. 07252/73113 Fax. 07252/74298
Handy: 0680/2062128
E-mail: friedhofverwaltung.steyr@dioezese-linz.at

Einleitung

In diesem Buch wird ein Teil der vielen Schönheiten, Besonderheiten und Einzigartigkelten des Steyrer Erdfriedhofs dargestellt. Die Geschichte der Stadt Steyr mit den Namen und Berufen der Bürger, Handelsleute, Handwerker, Künstler usw. soll wieder aufleben, denn diese haben mitgeholfen, dass die Stadt weit über die Grenzen hinaus berühmt wurde und zu den wichtigsten Städten Europas zählt.
Heute besteht der Erdfriedhof aus 4 Abteilungen (= 8 Sektionen) inkl. dem Evangelischen Friedhof. Zusätzlich gibt es den Jüdischen Friedhof. Dieser hat einen eigenen Eingang.
Am kulturhistorisch interessantesten ist der älteste Teil (1. Abteilung), der Renaissance-Friedhof, welcher in der Reformationszeit zwischen 1570 und 1584 von der Stadt Steyr als "Camposanto" errichtet wurde, das heißt mit einem nahezu quadratischen Grundriss von 85 x 80 m, nach außen hin abgeschlossen mit einer Mauer und an der Innenseite mit Grüften im Arkadengang. Die kreuzgratgewölbten Arkaden werden von zarten Toskanischen Säulen getragen. Die Grüfte in den Laubengängen besitzen teilweise alte Epitaphe, Fresken oder Stuckarbeiten.
Leider sind am Renaissance-Friedhof nur wenige alte Grabdenkmale aus der Erbauungszelt der Nachwelt erhalten geblieben. Die meisten sind dem Glaubenskampf zum Opfer gefallen. Ferner sind viele protestantische Familien, die in Steyr ansässig waren, weggezogen oder ausgestorben.
Der Steyrer Camposanto ist heute der einzige nördlich der Alpen, der noch in Verwendung ist und einer der bedeutendsten von den wenigen, die in Europa noch erhalten sind.
Der Sebastianfriedhof in Salzburg, der um einige Jahr jünger ist, wurde bereits 1888 aufgelassen. Auch die älteren "camposanti" in Pisa (=Weltkulturerbe) und Rom sind heute ein Museum.
DieserTeil des Steyrer Friedhofs ist heute der älteste Gottesacker Österreichs und einer der schönsten. Er wurde ab dem Jahr 2000 bis 2014 mit einem Kostenaufwand von ca. € 900.000,- restauriert. Die Kosten teilten sich das Bundesdenkmalamt, das Land Oberösterreich, die Stadt Steyr, die Friedhofverwaltung und die Gruftmieter.

Das Bundesdenkmalamt hat im Jahr 2003 die gesamte Friedhofsanlage "unter Schutz gestellt': Das heißt, dass der Denkmalschutz über jede Veränderung des Fnedhofs und der Grabstätten befindet. Die Friedhofsordnung ist im 2. Friedhof ausgehängt.
In diesem Buch sind ca. 320 Grabstätten abgebildet und beschrieben, darunter sämtliche Arkadengrüfte des 1. Friedhofs (83 Stück) und des 2. Friedhofs (27 Stück), die Ehrengräber der röm. kath. Kirche und der Stadt Steyr sowie die diverser Vereine und Firmen. Der Evangelische und der Jüdische Friedhof sind jeweils mit einem eigenen Kapitel vertreten.
Ein Kapitel ist den " Erhaltenswürdigen Grabstätten " gewidmet, bei denen es keine Besitzer mehr gibt und daher auch keine Grabgebühr bezahlt wird. Aber es ist von allgemeinem Interesse, dass diese erhalten bleiben. Für einige dieser konnten glücklicherweise Vereine gefunden werden, die die Grabgebühren vorübergehend übernommen haben.
Der kunstvolle Steyrer Friedhof ist auch Spiegelbild der wohlhabenden Steyrer Bürger.
Wir haben versucht, die vielen künstlerischen Arbeiten hervorzuheben und bekannt zu machen. Hier waren viele berühmte Künstler am Werk wie z. B. ViktorTilgner, Michael Povolny, Leo Zimpel, Michael Blümelhuber, Hans Gerstmayr ... um nur einige zu nennen. Es konnte natürlich nur ein kleiner, repräsentativer Querschnitt der vielen schönen Grabstätten abgebildet werden, speziell mit den für Steyr beispielhaften kunstvoll gestalteten schmiedeeisernen Grabkreuzen, die die außergewöhnliche Blütezeit der Eisenstadt Steyr dokumentieren.
Auch die Österreichische Post AG widmete im Jahr 2013 dem Steyrer Friedhof eine Briefmarke, die das schöne Schmiedeeisentor des Eingangsturms zeigt (siehe Seite 208 sowie 209).

Als Autoren war es uns ein großes Anliegen, einerseits aus beruflichen Gründen als Friedhofverwalter und andererseits als Vorstandsmitglied des Vereins Heimatpflege Steyr und Heimatforscher, nach Abschluss der großen
aufwändigen Renovierung des Steyrer Renaissance-Friedhofs, dieses außergewöhnliche Kulturgut von europäischer Bedeutung in der historischen Stadt Steyr zu dokumentieren und der breiten Öffentlichkeit näherzubringen.